Titelbild: Neue Methode: Fermentate können Blutzuckerspiegel senken
Ernährung 25.08.2026
Garcia-Gutierrez E, Ponsero AJ, Calero V et al.

Neue Methode: Fermentate können Blutzuckerspiegel senken

EN: A microbiota-informed pipeline for in vitro characterisation of insulinotropic properties of dairy fermentates using static EndoC-βH1 and dynamic microfluidic models.

KI-Zusammenfassung (Deutsch)

Eine neue Studie zeigt, dass bestimmte Milchfermentate die Insulinproduktion regulieren können, was eine neue Strategie für das Management von Diabetes verspricht.

Einleitung

Ernährung und Blutzuckerspiegel: Wie viel wir darüber noch nicht wissen! Eine neue Studie in Food Research International zeigt, dass bestimmte Milchfermentate die Insulinproduktion regulieren können. Diese Entdeckung könnte eine neue Strategie im Management von Diabetes und Prävention von Zuckerkrankheiten versprechen.

Studienergebnisse & Methodik

Die Forscher haben eine innovative Methode entwickelt, um die Wirkung von Nahrungsmitteln auf die Insulinproduktion zu untersuchen. Dazu haben sie eine menschliche Zelllinie namens EndoC-βH1 eingesetzt, um den Insulinantworten von Milchfermentaten zu analysieren. Die Milchfermentate unterzogen die Forscher erst der Simulierung des Verdauungsprozesses und fügten sie dann in einen Modelldarm ein. Die Metabolisierung wurde dann an einem statischen und einem mikroflüssigkeitsbasierten Modell untersucht, um die dynamischen Insulinrelease-Profiles zu beobachten.

Kritische Einordnung

Die Methode hat ihre Stärken und Schwächen. Sie ist menschenspezifisch und kann als schnelles und standardisiertes Tool dienen. Allerdings ist die Relevanz der Ergebnisse für den lebenden Menschen nach vollständiger Verdauung noch nicht vollständig geklärt. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Verständnis des Wechselspiels zwischen Mikrobiom, Nahrung und Insulinproduktion erweitert werden kann.

Praxis-Fazit

  • Ernährung: Füge Milchprodukte in deiner Ernährung ein, die nach der Studie möglicherweise Insulinproduktion regulieren können.
  • Bewegung: Bewegung und Ernährung sind eine Mischung, die für eine gesunde Blutzuckerspiegelregulierung hilfreich sein kann.
  • Routinen: Regelmäßige Ernährungs- und Bewegungsabwägungen können dir helfen, einen verantwortungsbewussten Lebensstil zu führen, der im Long-Term die Insulinproduktion regulieren kann.

Original-Abstract (Englisch)

Diabetes mellitus (DM), which encompasses Type 1, Type 2 and gestational diabetes, affects approximately 537 million adults, with prevalence continuing to rise. In addition to pregnancy, factors such as dietary choices, lifestyle and infections can lead to the development of DM. Given the increasing prevalence of DM, it is necessary to continue to identify approaches to control the release of insulin. Emerging evidence indicates that the gut microbiota plays a central role in mediating the metabolic effects of diet on the host, including the regulation of insulin secretion. Dietary interventions have been proven to be successful in this regard, but identifying foods and food components that influence insulin secretion is challenging due to the complexity of diet-microbiota-host interactions and the lack of fast and standardised screening tools. We have developed a novel screening framework based on the β-cell insulin response, using the human cell line EndoC-βH1 to assess candidate foods and ingredients with insulinotropic properties. As an initial proof-of-concept, we applied the framework to food ingredients, i.e., dairy-derived fermentates, which had first undergone simulated digestion followed by addition to an ex vivo colon model, allowing us to mimic the metabolic transformations taking place in the human gut. The processed colonic fermentation supernatants were then evaluated using a static and microfluidic platform, respectively, to capture dynamic insulin release profiles. Distinct fermentate compositions were associated with varying levels of insulin secretion. Our results suggest that this framework could be applied broadly to screen foods and food components for insulinotropic potential, providing an affordable approach for the development for anti-diabetic dietary applications.

Journal: Food research international (Ottawa, Ont.)
PubMed ID: 42637356